Der Konsum von Cannabis nimmt weltweit betrachtet stetig zu. Vor allem in Ländern, welche den Freizeitkonsum legalisiert haben, wird speziell auch der Konsum unter Frauen (und somit auch werdender Mütter) immer populärer.

Dennoch ist Cannabis in den meisten Ländern als illegale Droge verboten. Vor allem, weil man die Langzeitfolgen fürchtet. Alkohol hingegen ist in den meisten europäischen Ländern (die Muslime halten es natürlich anders) legal und wird häufig konsumiert. Er ist von allen toxischen Rauschstoffen der am weitesten verbreitete und genießt eine hohe Konsumakzeptanz. Die Langzeitfolgen (und vor allem die Gefahr für das Kindeswohl) sind seit Jahrzehnten bekannt. Dennoch wird kein Genussmittel so häufig, maßlos und unbedacht konsumiert wie Alkohol.

Alkohol ist ein Zellgift, welches frucht- und zellschädigend wirkt. Dass Alkohol schon für Erwachsene nicht gesund ist, spürt man morgens beim Katerfrühstück – und man sieht es Menschen (die ihn öfter konsumieren) deutlich an. Was passiert, wenn man dieses Gift einem ungeborenen Kind verabreicht (und nichts anderes tut eine werdende Mutter, wenn sie Alkohol konsumiert), wird hoffentlich der einen oder anderen das nächste Glas verhageln.

Alkohol, den eine schwangere Frau trinkt, überwindet problemlos die Plazentaschranke und kann so ungehindert in den Organismus des Kindes vordringen. Das Kind erleidet denselben Alkoholpegel wie die Mutter. So entstehen vorgeburtliche Schädigungen, deren Ausprägung stark von der Häufigkeit und Menge des konsumierten Alkohols abhängen.

Diese Kinder werden nicht nur in ihrer Entwicklung gehemmt, sondern erleiden zusätzlich irreversible körperliche und geistige Schäden, da sie den Alkohol in der Leber nicht selbst abbauen können. Einen autonomen Stoffwechsel besitzen sie erst nach ihrer Geburt, vorher sind sie vollständig auf den Stoffwechsel der Mutter angewiesen. Eine Umfrage der Berliner Charite aus dem Jahr 2007 zeigt, dass 58 % der Frauen in der Schwangerschaft gelegentlich Alkohol konsumieren; in den westlichen Ländern verzichtet nur eine von fünf werdenden Müttern komplett.