Feines Haschisch, wilde Atlantikstrände, eine endlos erscheinende Wüste, hohe Berge, verwinkelte Medinas, nette Menschen, überfüllte Groß-Taxis, frischer Orangensaft, alte Kasbahs, herrlich duftende Gewürze, kulturelle Vielfalt und eine ordentliche Portion Orient-Flair. Willkommen in Marokko. Ein Land, in dem Tradition auf Moderne trifft und sich so mancher Hanffreund fühlt, als befände er sich in einem Märchen aus 1001 Nacht. Wären da nicht die vielen Polizei-Kontrollen…

Beginnen wir diesen Reise-Artikel mit einem Thema, das den Großteil der Leserschaft wohl am meisten interessiert: Cannabis!  Schließlich ist Marokko schon seit langem als eines der wichtigsten Produktionsländer für Haschisch bekannt, das in den Dörfern des im Norden des Landes gelegenen Rif-Gebirges hergestellt wird und von dort aus auf unterschiedlichsten Wegen ins In- und Ausland gelangt. Wer sich also für Haschisch und die hinter diesem Naturprodukt stehende Kultur interessiert, dem sei in besonderer Weise das Rif-Gebirge empfohlen. Eine Region, über die zwar noch immer viele hanfige Schaudergeschichten kursieren, vor allem im Zusammenhang mit dem Dorf Ketama, tatsächlich hat sich das „Rif“ inzwischen jedoch zu einem durchaus als sicher einzustufenden Reiseziel entwickelt, das nicht mehr nur Hasch-Touristen anzieht, sondern zunehmend auch Trekkingfans und Mountainbiker – in Anbetracht der herrlichen Natur nur wenig verwunderlich.

 

Chefchaouen

 

Eine Stadt, die uns persönlich besonders zugesagt hat. Dies nicht nur wegen der engen Gassen und der hübschen blauen Häuser in der Medina, deren Farbe die Bewohner vor „Bösen Blicken“ beschützen soll, sondern auch aufgrund der freundlichen und nur wenig aufdringlichen Menschen, der abenteuerlichen Wanderwege und des exzellenten Haschischs. Meist haben wir während unseres Aufenthalts fußläufig auf alten Eselpfaden die bergige Umgebung erkundet, sind durch kleine Ortschaften und Siedlungen spaziert und haben uns mehrmals in aller Ausführlichkeit die Produktion von Haschisch angeschaut; auch wurden wir netter- und dankenswerter Weise dazu eingeladen, unser eigenes Piece zu sieben (und es natürlich auch zu behalten). War uns das Wandern mal zu anstrengend, dann haben wir in einem der gemütlichen Cafés oder einem der Aussichtspunkte mit Blick auf die Stadt entspannt.