Die Mary Jane Berlin hat sich in den letzten 10 Jahren zur weltweit größten Cannabis-Fachmesse entwickelt, auch in diesem Jahr strömten Mitte Juni wieder Zehntausende durch die riesigen Hallen und das Außengelände der Messe Berlin, wo ihnen mehr denn je geboten wurde. Schließlich scheint die Mary Jane immer weiter zu wachsen, in diesem Jahr ist ein noch größerer Outdoor-Bereich dazugekommen, der vollständig von zusätzlichen Ständen und Bühnen beansprucht wurde – da auch in über sechs Messehallen jede Menge los war, haben das viele Besucher vielleicht gar nicht mitbekommen.

Der Event-Mix aus Messe, Kongress und Musikfestival scheint jedenfalls nach wie vor gut zu funktionieren und immer mehr Besucher anzuziehen. Musikalisches Highlight in diesem Jahr war Rapper Marteria, der am Freitagabend als Headliner auftrat. Ebenfalls am Freitag ließ sich auch US-Boxlegende Mike Tyson blicken und präsentierte werbewirksam seine Cannabismarke.


Weitere Messe-Highlight konnte man an allen Tagen an vielen Ständen finden, uns interessierten hier vor allem altbekannte Marken, von denen CANNA besonders herausstach, da diese Düngermarke nun auch unabhängige Cannabisforschung unterstützt und mit FUNDACIÓN CANNA allen Messebesuchern einen ganz besonderen Service anbot.

Einen erstaunlich umfangreichen Rundum-Check des eigenen Weeds – was ich natürlich direkt in Anspruch nahm und erfreut feststellte, dass mein Homegrown über 21 % THC enthält. Alle Messebesucher konnten hier ihr Gras detailliert analysieren lassen – neben THC- und CBD-Werten wurden auch alle enthaltenen Terpene, Nährstoffe, Schwermetalle und Pestizide ermittelt. Ein wirklich guter Service für alle Leute, die sauberes Gras konsumieren wollen.

Auch sonst gab es in diesem Jahr wieder viele Goodies und Werbeangebote auf der Mary Jane Berlin, die sich inzwischen zum Großteil an Konsumenten richtet, wobei der Grow-Aspekt natürlich auch immer noch vorhanden ist. Seit der Teillegalisierung von Cannabis ist der deutsche Markt für internationale Samenbanken noch attraktiver geworden, was man an der verstärkten Präsenz vieler (zum Teil noch weitgehend unbekannter) Samenbanken erkennen konnte. Aber es gab auch viele Stände von Firmen und Marken zu entdecken, die schon von Anfang an mit dabei waren.

Neben dem umfangreichen musikalischen Begleitangebot gab es auf der messeeigenen Konferenz auch wieder zahlreiche Vorträge und Panels zu verschiedensten Cannabis-Themen, während im Outdoor-Bereich noch viel mehr als in den Vorjahren los war. Bei all dem wachsenden Angebot spielt für viele Firmen auch die Umwelt eine zunehmend wichtige Rolle, ATAMI war es z. B. wichtig zu betonen, dass ihre Dünger hochkonzentriert sind und daher weniger Verpackungsmaterial brauchen, was die Umwelt weniger belastet.
Auch Obéline Molinier von der französischen Firma Terra Aquatica (T.A.) ist an Umweltschutz interessiert und betonte: „Wir konzentrieren uns inzwischen verstärkt auf Produkte, die sich Mikroorganismen zunutze machen, um die sogenannte lebende Erde (living soil) noch weiter zu verbessern, was natürlichen Pflanzenbedürfnissen sehr entgegenkommt. Wir bringen daher immer mehr rein organische Produkte auf den Markt.“

Wie ich von Obéline zudem erfuhr, kann man seine Pflanzen auch sehr gut mit einer Kombination aus organischen und mineralischen Düngern versorgen – mineralisch in der ersten und organisch in der zweiten Pflanzen-Lebenshälfte. Das soll großartige Ergebnisse bringen.
Man lernt also immer noch etwas dazu, was allein schon ein guter Grund wäre, die Mary Jane Berlin zu besuchen. Und auch wenn sich manche gerne an die eher entspannte Messeatmosphäre der Anfangsjahre erinnern (wo man sich die Messe noch nicht mit bis zu 75.0000 Besuchern teilen musste), ist das nun mal der Lauf der Dinge, wenn man so großen Erfolg hat: Mehr Stände, mehr Besucher, mehr große Namen, mehr Fläche, mehr Musikfestival und mehr Konferenz-Termine – oder kurz gesagt: Mehr Mary Jane.



