Unaufhaltsam wächst und gedeiht die internationale Hanfszene in den letzten Jahren und selbst uns (die wir ja mitten drin stecken) fällt es manchmal schwer, bei dieser Entwicklung den genauen Überblick zu behalten. So ist in den letzten Wochen in Argentinien Cannabis als Medizin legalisiert worden, die Niederlande haben endlich Schluss mit ihrer widersprüchlichen Drogenpolitik gemacht und beschlossen, auch den Anbau, Vertrieb und Verkauf von Hanfprodukten gesetzlich zu regulieren, in Uruguay kann man demnächst Cannabis in der Apotheke kaufen und der kanadische Premierminister Justin Trudeau brachte jüngst einen Gesetzesentwurf ins Parlament ein, der den medizinischen Gebrauch und den Freizeitkonsum von Cannabis in Kanada legalisieren soll.

Aber auch hierzulande geht es voran: Mitte April fand in Berlin die erste Internationale Cannabis Business Conference (ICBC) statt, die hunderte Geschäftsleute versammelte, die alle an der zukünftigen „grünen Milliarden-Ernte“ mitverdienen wollen. Wie durch das zufällig während der ICBC veröffentlichte Ausschreibungsverfahren der deutschen Cannabis-Agentur bekannt wurde, wird bald auch in Deutschland ganz legal medizinisches Cannabis auf großen Flächen kultiviert. Gleichzeit läuft mit Lommbock ein mehr als hanfrelevanter Film sehr erfolgreich in deutschen und polnischen Kinos…

Wir dürfen uns jetzt nicht den Wind aus den Hanfsegeln nehmen lassen, denn es gilt nun, auch weiterhin einen möglichst großen Druck auf die Politik auszuüben. Eine gute Gelegenheit dafür ist der „Global Marihuana March“, der auch in diesem Jahr wieder weltweit am ersten Mai-Wochenende stattfindet. Uns auf der Straße zu zeigen wird allein jedoch nicht ausreichen – wir müssen uns auch immer weiter entwickeln und stets „am Ball bleiben“.