Schon wieder hat ein neues Jahr begonnen und wenn man mal auf die letzten Jahre zurückblickt, dann ist es schon erstaunlich, wie umfassend und rasant sich die Hanf-Szene und Cannabis-Kultur entwickelt hat. Die Legalisierungswelle ist mittlerweile zu einem richtigen Tsunami geworden und bringt fast überall die Prohibitionspolitik ins Wanken. Nach den USA, Teilen von Südamerika, Australien, Kanada und Europa legalisieren nun auch erste asiatische Staaten Cannabis für den medizinischen Gebrauch und überlegen sogar den Freizeitkonsum zu legalisieren.

Die neue Zeit hat inzwischen also selbst Asien erreicht – den größten Kontinent mit teilweise noch immer drakonischen Strafen für Drogenvergehen, die von langjährigen Gefängnisaufenthalten bis hin zur Todesstrafe reichen. Dass die Veränderung nun selbst Asien erreicht hat, stimmt optimistisch. Doch nicht immer ist Optimismus angebracht, leider gibt es auch Rückschritte, denn der international geführte “War on Drugs” ist leider noch längst nicht beendet.

Jair Bolsanaro, der neu gewählte (rechts-außen) Präsident von Brasilien hat angekündigt, den “Krieg gegen die Drogen” – ähnlich wie sein philippinischer Amtskollege Rodrigo Duterte – mit voller Härte und dem Einsatz von tödlicher Gewalt durch Militär und Todesschwadronen zu führen. Wie auf den Philippinen würde ein solcher Machtmissbrauch Zehntausende von Opfern fordern – dabei wäre es längst an der Zeit, den internationalen “War on Drugs” zu beenden und eine umfangreiche Reform der globalen Drogenpolitik umzusetzen, die endlich der sozialen Realität entspricht und Drogenkonsumenten nicht weiter verfolgt, bestraft oder im schlimmsten Fall sogar ermorden lässt.

Auch in Deutschland wehrt sich das konservative Lager gegen die neue Zeit – so wurde Ende November 2018 die sogenannte Cannabisklage als unzulässig erklärt, obwohl die Justiz in Deutschland durchaus die Macht hätte, die Politik zu zwingen, zeitgemäßere Gesetze zu erlassen und Cannabis auch in Deutschland vollständig zu legalisieren. Doch bis es schließlich soweit ist, müssen wir dem politischen Gegenwind unermüdlich trotzen. Unser Rat (der eh gut zu dieser Jahreszeit passt) lautet daher: Zieht Euch warm an und haltet durch!

Der Frühling kommt bald …