Das Schöne an der momentanen CBD-Welle ist (abgesehen natürlich von den medizinischen Segnungen dieses Cannabinoids), dass neben komplett neuen CBD-Sorten auch diverse Sortenklassiker im neuen Gewand erscheinen, als CBD-Version den Markt neu betreten. In Sachen Psychoaktivität aufgrund des abgesenkten THC- und erhöhten CBD-Gehalts wirkungstechnisch entschärft, könnte man geneigt sein, diese CBD-Versionen hochpotenter Gras-Sorten „Light“-Versionen zu nennen. Doch das würde ihrer hohen Werthaftigkeit nicht gerecht, denn das Attribut „light“ ist im Lebens- und Genussmittelbereich schließlich eher negativ besetzt und oftmals irreführend – man denke nur an „Light“-Joghurt, der genauso viel Kalorien enthält wie normaler, oder „Light“-Zigaretten (eine mittlerweile verbotene Bezeichnung), die sogar schädlicher sind als Standard-Glimmstängel. Ganz anders dagegen die zu CBD-Gras abgewandelten Cannabissorten: Hier ist – in Form des stark erhöhten Anteils an CBD, welches therapeutisch auf vielfältige Weise wirksam sei kann – ein gesundheitlicher Mehrwert gegeben.

Die spanische Samenbank Dinafem hat sich besonders intensiv mit der Züchtung von CBD-Sorten beschäftigt und dabei auch einigen ihrer Verkaufsschlager eine satte züchterische CBD-Injektion verabreicht. So entstanden unter anderem Moby Dick CBD, Cheese CBD, Amnesia CBD und OG Kush CBD, deren originale, sehr THC-reiche Ausgangssorten für manch einen Konsumenten psychoaktiv zu heftig wirken, vor allem für Neukonsumenten, die niemals zuvor Cannabis ausprobiert haben, aber in den Genuss der medizinischen Wirkung kommen wollen. Dadurch, dass die umgewandelten Sorten ungefähr gleich viel oder sogar mehr CBD als THC enthalten, wird die Wirkung deutlich milder und psychisch verträglicher. Während sie die Hälfte oder mehr an THC einbüßen, verlieren diese CBD-Versionen jedoch nichts oder nur sehr wenig von der großen aromatischen Intensität ihrer Ausgangssorten, so dass Genießer hier gleichfalls auf ihre Kosten kommen.